Hin! Hören! Finger tanzten über Tasten.

Hin! Hören! Finger tanzten über Tasten.

Im Forum der Karl Kisters Realschule sahen 140 Schülerinnen und Schüler der Musikklassen, wie die Finger eines jungen Mannes über die Tasten des Flügels tanzen. Der mehrfach mit bekannten Preisen ausgezeichnete Pianist Fabian Müller war zu Gast im Musikunterricht der Schule. Die Finger seiner rechten Hand berührten sanft die Tasten und ließen so trällerndes Vogelgezwitscher entstehen. Ein anderes Mal hämmerten alle Finger beider Hände auf die weißen und schwarzen Tasten, um lautstark rhythmische Tänze durch die Schule zu treiben. Als die Klänge des Flügels leise und sanft durch den Raum schwebten, waren die 140 Zuhörerinnen und Zuhörer ganz still. Laut dagegen tönte am Ende jeder Präsentation der Applaus der Klassen. Die Schüler der Musikklassen 5, 6,  7 und 9 und ihr Musiklehrer Frank Hendricks waren begeistert von der besonderen Vielfalt und Dynamik der Klänge. Die einen liebten mehr die leisen Stücke der Romantik, die andern fanden die atonalen Klänge des 20.Jahrhunderts besonders schön.

Auch bei den Fragen der Schüler, denen sich Fabian Müller stellte, blieb nichts unbeantwortet: Wann habe er mit Instrumentalunterricht begonnen? Mit vier Jahren habe er die ersten Klavierstunden von seinem Vater geschenkt bekommen. Die wirklich tolle Lehrerin habe ihn damals sofort begeistert. Wie lange übe er? Ungefähr acht Stunden am Tag. Das sei doch sehr viel, meinten die Schüler. Nein, Musik sei sein Beruf. Und in anderen Berufen seien acht Stunden Arbeitszeit doch auch normal. Wie viele Menschen sahen sei größtes Konzert? Das war in China; dort schauten und hörten 2000 Menschen zu.

Zum Abschluss bildete sich eine lange Schlange, um ein Autogramm zu bekommen. Natürlich mit einer persönlichen Widmung von Fabian Müller.

Wieder einmal haben die Initiative rhapsody-in-school und Sigrun Hintzen es nach einem Konzert der Stadt Kleve möglich gemacht, dass Schülerinnen und Schüler der Karl Kisters Realschule klassische Musik auf eine einprägsame Art und Weise hautnah und authentisch erleben konnten.