Everyday for Future – Podiumsdiskussion

Everyday for Future – Podiumsdiskussion

Fridays 4 Future oder Free 4 Future

Nicht nur Theorie: Klimaschutz an der Karl Kisters Realschule

Mit einer übersprudelnden Wasserflasche, die Dr. Günther Bergmann vielleicht ein bisschen zu schwungvoll geöffnet hatte, begann am Montag, 16. September 2019, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion an der Karl Kisters Realschule zum Thema Klimaschutz.

Der Sozialwissenschaftskurs der Jahrgangsstufe 10 hatte mit der Unterstützung mehrerer engagierter Lehrerinnen und Lehrer eine Podiumsdiskussion mit namhaften Politikerinnen und Politikern sowie dem Klever Ortsvorsitzenden der Bewegung Fridays 4 Future organisiert. Neben Dr. Barbara Hendricks (SPD), Dr. Günther Bergmann (CDU), Prof. Dr. Georg Bastian (AfD) und Stefan Haupt (FDP) waren auch Dr. Hedwig Meyer-Wilmes (Bündnis 90/Grüne) und Jannik Berbalk als Vertreter der Fridays-4-Future-Initiative vor Ort.

Das Forum stand im Rahmen der Klimaschutzwoche ganz im Zeichen des Umweltschutzes: Außer der bereits im Sommer in der Stadthalle präsentierten Ausstellung „Moore sind unheimlich wichtig“ rundeten mehrere Projekte wie der autofreie Donnerstag, eine Recycling-Box für alte Handys und die „Wir basteln aus Müll“-Aktion der Klasse 6c Forschen I den Gesamteindruck ab. Am autofreien Donnerstag nahm die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen teil.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10, die Sozialwissenschaftskurse der Stufen 7 und 9 sowie einige externe Besucher lauschten aufmerksam der Diskussion. Nach einleitenden Worten von Kristian Best, dem kommissarischen Schulleiter der Karl Kisters Realschule, moderierten Eyleen Killewald (Klasse 10c) und Marlin van Briel (Klasse 10b) vom Sozialwissenschaftskurs 10 souverän die Veranstaltung. Der Einstimmung, in der die Diskussionsteilnehmer erklären mussten, mit welchem Fortbewegungsmittel sie zu der Veranstaltung gekommen waren, folgte zunächst eine individuelle Frage für jeden Einzelnen, die sich beispielsweise auf das Parteienprogramm oder den Grund des politischen Engagements bezog. Teilweise hitzige Diskussionen waren das Resultat des zweiten Diskussionsteils und der entsprechend herausfordernden Fragen, in dem es unter anderem darum ging, Greta Thunbergs Segeltörn nach New York zu bewerten oder sich Lösungsansätze für den öffentlichen Nahverkehr in Kleve zu überlegen. Dabei zeigten sich die Empathie und das persönliche Interesse des jugendlichen Publikums durch Lachen und spontanen Applaus. Auch wenn die einzelnen Teilnehmer noch sehr viel mehr zu erzählen gehabt hätten, endete die Diskussion nach rund eineinhalb Stunden, nachdem noch zwei, drei Fragen aus dem Publikum beantwortet worden waren.

Einen entspannten Ausklang fand dieser informative Abend mit Obstsäften eines regionalen Anbieters und Häppchen aus Bio-Produkten, die von Schülerinnen und Schülern der Catering-AG liebevoll vorbereitet worden waren.