Waldaktion der 7. Klässler

Waldaktion der 7. Klässler

Erkundung – Verschönerung im Alten Tiergarten 2018

120 interessierte Schüler der 7. Klassen/Karl-Kisters-Realschule waren bei der diesjährigen Erkundung des Alten Tiergartens dabei. Mit großem Hallo trafen die Jugendlichen ein, um Alleen und Wege, Busch und Baum, Entwässerungsgräben und Aussichtshügel u.m. zu erkunden. Vom Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein begrüßten Gerlinde Lensing und Horst Terfehr alle Schüler und ihre Lehrer. Sachkundig begleiteten sie durch den Park. Der Forst unterstützte den Projekttag und Mike Brown war als Fotograf dabei.

Der geschichtliche Hintergrund zur Entstehung der Parkanlagen im 17. Jh. als  herausragende Zeitepoche war für die meisten Schüler Neuland: Kleve wurde brandenburgische  Residenz!  Als Statthalter – Vertreter des Kurfürsten in Berlin wirkte – Johann Moritz von Nassau-Siegen seit 1647planend, bauend, grabend und pflanzend 30 Jahre in Kleve! Noch heute sind die Spuren dieses Gartenschöpfers in Kleve und seiner Umgebung sichtbar und machen Kleve besonders schön. Das soll auch so für immer erhalten bleiben! Wer hilft mit ?

 Die Schüler wollen gerne mithelfen, dass der Alte Tiergarten – auch als Wald- oder Landschaftspark gepflegter wirkt: Sie wollen genauer hinsehen. Müll hat im schönen Wald und in der Landschaft nichts zu suchen! Engagiert sammelten alle Gruppen an vielen Stellen Müll in vielerlei Form…..auch Gartenschnitt in blauen Säcken! Wo kein Müll liegt, wirft auch keiner mehr Müll in die Natur – so ihre Hoffnung.

 Wildbienen- und Schmetterlingssaat wurde sachkundig auf lichten Waldrändern – nach Boden- Vorbereitung verteilt und festgetreten. Welche Bäume und Sträucher wachsen hier ?

 Die Allee am Papenberg ist nun von Herbstlaub u.m. befreit und die Schüler kennen jetzt das Grabmal des Johann Moritz von Nassau-Siegen. Den Schülergruppen machte das Engagement in den historischen Parkanlagen sichtlich Freude – ihren Freunden und Familien werden sie berichten und kommen gerne wieder- denn: Kleve ist sowohl eine Spitzenleistung der europäischen Gartenkunst – als auch ihre und unsere Heimat!

Ein besonderer Dank gilt Frau Müllejans für Planungsmitwirkung 2018 und der USK für die kurzfristige Räumung von Fallbäumen vor dem Pfingstwochenende: Sowohl am Echo-Parkplatz als auch im Urwäldchen wurden kurzfristig Fallbäume sehr umsichtig seitlich des Wanderweges zur Entsorgung gestapelt, um die besondere Vegetation vor Ort zu schonen.

Wie in jedem Jahr so waren auch in diesem Jahr unsere 7. Klässler im Wald unterwegs. Von Frau Müllejans organisiert wurden die Schüler in 5 Gruppen eingeteilt und waren inhaltlich unterschiedlich unterwegs.

Gruppe 1: Was wächst denn da – von Wiesenschaumkraut bis Kopfweiden; Schnittholz wurde früher genutzt – Kopfweiden: landschaftsprägend – Enwässerungsgräben – wofür?

Gruppe 2: Müll aufräumen im Gebiet Sternbuschklinik und Straßenkreuzung Nassauer Allee, Entlang der festen Wege bleiben – Gefahr von Ästen, Sichtachsen wahrnehmen, Karte mit Örtlichkeit vergleichen, Besonderheiten: neue Blüten, Blätter – alte Samen.

Gruppe 3: Hauptweg von Winterlaub befreien, Achtsamkeit an Wegeböschung,  Müllsammeln – Brombeerranken von Weg,  Freie Sicht auf Kleve – Beide Infotafeln lesen, Fasanengarten u. Moritzgrabmal  dto.

Gruppe 4: geeignetes Saatgut aufbringen, festtreten, Bienennahrung – über histor.Parkanlagen als Heimat sprechen. Eurp. Kulturerbe -warum ? ParkBegehung mit Müllsammeln

Gruppe 5: Sichtbezüge -Infotafel lesen, Saatgut an heller Waldstelle aufbringen, Narzissengruppen an Waldrand setzen, Müll sammeln, Wildwuchs an Wegrändern

Es war ein gelungener Vormittag. Vielen Dank an Frau Lensing und Herr Terfehr, die fachkundig die Schülergruppen führten.