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Gemeinsames Lernen

Elternberatung zum Gemeinsamen Unterricht

Der Begriff “Gemeinsames Lernen“ meinte in der Bildungspolitik NRW lange Zeit nur die Erfüllung des Auftrags, dass gleichaltrige Regelschüler und Schüler mit sonderpädagogischer Unterstützung ausgehend von einer gemeinsamen Schulklasse sozial und inhaltlich zusammen  lernen.

Es kann in der Karl-Kisters-Realschule also im Jahr 2020 sein, dass die besondere Schulklasse des „Gemeinsamen Lernens“ (aber alle Schulklassen lernen bei uns gemeinsam im Sinne einer vielfältigen Lerngemeinschaft)  bei uns vollständig einen späteren gleichen Schulabschluss anstrebt (davon bis zu 5 sonderpädagogisch unterstützte zielgleiche Schüler), oder dass wie bei uns in den Jahrgangsstufen 5 und 6  20 Schüler in einer Schulklasse den Realschulabschluss anstreben und 5 Schüler mit dem Handicap einer erheblichen Lernschwäche – Unterstützungsbedarf Lernen –  in einem gesonderten Förderband in den Hauptfächern außerhalb der Schulklasse, aber im Schulgebäude lernen – für ihre Lernziele.

Alle Situationen gemeinsamen Lernens stellen sich bei uns so dar, dass die Schulklasse als Ganze  unterstützt wird von einem möglichst komfortablen Stundenpolster sonderpädagogischer und /oder sozialpädagogischer Unterstützung (im multiprofessionellen Team) oder vereinzelt auch Integrationshelfer einzelne Schüler begleiten. In Inklusionszeiten wissen wir, dass der Aspekt des „Gemeinsamen“ sich nicht auf mit oder ohne Handicap reduziert, sondern auch aktuelle Lebenserschwernisse einzelner SchülerInnen meinen kann, Teilleistungsschwächen in nur einem Fach, welches vorübergehend nicht mehr den Lehrplan erfüllt, Lernkrisen, Identitätsverunsicherungen, Trauer, Unfall oder Lernen an der Grenze zur Hochbegabung.

Gleichwohl sind und bleiben wir die Karl-Kisters-Realschule als die seit 2 Jahrzehnten bewährte Schule des mittleren Bildungsgangs, eben Lernen der „Realia“ ,aber gerüstet für Bedarfe individueller Förderung, ausgewiesene professionelle Beratung, stringentes Lernen, Teilnahme an Vergleichsprüfungen und Zertifikatserwerb, mehr als umfangreiche Bemühungen in der beruflichen Orientierung und zielereichendes Lernen bis zum Erwerb des angestrebten Schulabschlusses.

Der Aspekt des „Gemeinsamen Lernens“ ist dennoch nicht nur maskierte Theorie oder Erfüllung politischen Willens, sondern gelebter, aber vor allem vielfältig lernender Schultag von zurzeit 5% aller Schüler (darunter auch junge Menschen mit teilweise traumatisierender Flüchtlingsbiographie), wenn man identifizierte, besondere Unterstützung entlang offizieller Anträge rechnet, oder eben 100% SchülerInnen, wenn man weiß, dass jeder Schüler, jede Schülerin das Recht hat, nicht benachteiligt zu sein auf dem Weg zum mittleren Schulabschluss.