Der Montag hatte das Potenzial, der bislang chaotischster Reisetag zu werden. Tatsächlich wurde er aber zu einer kleinen Meisterleistung in Sachen Organisation, Teamwork und Reiselogistik.

 Mit einer Gruppe von 31 Personen durch die belebten Straßen von Den Haag radeln, das hätte vor ein paar Tagen vielleicht noch für Nervosität gesorgt. Inzwischen funktioniert die Gruppe jedoch wie eine perfekt eingespielte Maschine. Doch schon bald wartete bereits die nächste Herausforderung. Sämtliche Fahrräder mussten wieder auf den Begleitvan geladen werden. Doch auch das stellte kein Problem dar. Unsere Lehrkräfte Oliver van Well und Maike Joeken bewiesen erneut beeindruckendes Geschick und verwandelten das Fahrradverladen in eine fast schon professionelle Runde Tetris auf vier Rädern. Anschließend begann der wohl anspruchsvollste Teil des Tages. Mehrere Zugverbindungen mussten ohne Verzögerung erreicht werden. Von Den Haag ging es weiter über Rotterdam, dann nach Brüssel-Midi, Mons und schließlich belgischen Péruwelz. Alles funktionierte reibungslos. Die Züge in den Niederlanden und Belgien zeigten sich erfreulich zuverlässig und mit inzwischen nur noch einem Gepäckstück pro Person bewegten man sich fast schon elegant durch die Bahnhöfe. Eine letzte Unsicherheit blieb. Würden unsere Leihfahrräder wie vereinbart pünktlich am Bahnhof von Péruwelz auf uns warten? Auch hier lief alles nach Plan.

 Von dort aus starteten die Gruppe zur letzten Etappe des Tages und radelten weitere 26 Kilometer bis zum Collège Pierre Gilles de Gennes. Dort erwartete die Kolonne ein Empfang, den wohl niemand so schnell vergessen wird. Eltern und Schulleitung begrüßten die Reisenden mit großer Begeisterung. Die Schule war festlich mit deutschen, französischen und europäischen Fahnen geschmückt. Dazu gab es Kuchen, Getränke und eine Atmosphäre, die sofort das Gefühl gab, herzlich willkommen zu sein. Nach der Ankunft ging es schließlich weiter ins Hotel, das nur zwei Kilometer von der Schule entfernt liegt. Nach mehreren Nächten im Zelt freuten sich alle besonders auf zwei Dinge: eine lange heiße Dusche und endlich wieder ein richtiges Bett.

 Den perfekten Abschluss fand dieser ereignisreiche Tag dann beim gemeinsamen Abendessen im „Les Trois Brasseurs“, wo sich alle mit nordfranzösischen Spezialitäten stärken konnten.

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