Die Vorfreude auf die kommenden Projekttage der Vélovoyage ist riesig. Bevor die Reise am 11.06. offiziell beginnt, erwartete die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler bereits ein abwechslungsreiches Programm voller neuer Erfahrungen, spannender Begegnungen und gemeinsamer Aktivitäten. Die Gäste aus Frankreich lernten nicht nur unsere Schule und unsere Region kennen, sondern tauchten auch in den deutschen Alltag ein.

Am Dienstag begann der Tag ab der zweiten Stunde mit dem Französischunterricht im Kurs der Jahrgangsstufe 9 unter Leitung von Isabelle Schröer. Der Besuch der französischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachler ist dabei nicht nur für die Gäste eine Bereicherung, sondern auch für alle Schülerinnen und Schüler, die an unserer Schule Französisch lernen. Gemeinsam wurde die KKRS vorgestellt und über Unterschiede zwischen unserer Schule und der Partnerschule in Frankreich gesprochen. In der dritten und vierten Stunde stand Sport mit Herrn Ripkens und Herr Zitzke auf dem Programm. Zusammen mit den Klassen 7b und 7d wurde eine besonders aktive Unterrichtseinheit gestaltet. Gymnastik und Basketball sorgten für viel Bewegung und gute Stimmung. Anschließend folgte in der fünften und sechsten Stunde ein Crashkurs Niederländisch sowie ein wenig Deutschunterricht mit Herr Decorte. Das war besonders passend, da die Reiseroute später vier Tage durch die Niederlande führen wird. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine ging es auf Entdeckungstour durch Kleve. Bei einer Stadtrallye lernten die Gäste die Stadt näher kennen. Besonders überraschend war für viele die Information, dass Kleve früher eine bedeutende Schuhstadt war. Auch wenn Kleve deutlich kleiner ist als Valenciennes, waren sich viele einig, dass die Stadt ihren ganz eigenen Charme besitzt.

 Der Mittwoch hielt weitere spannende Programmpunkte bereit. In der dritten und vierten Stunde stand ein Lebensmitteleinkauf auf dem Plan. Dabei wurde der Supermarkt genau erkundet. Für großes Staunen sorgten die deutschen Pfandautomaten, die es in Frankreich nicht gibt. Fast noch größer war das Entsetzen darüber, dass in deutschen Supermärkten kaum Produkte für einen klassischen französischen Apéro zu finden sind. Dafür wurde schnell festgestellt, dass die Auswahl an Chips in Frankreich deutlich größer ist. In der fünften und sechsten Stunde besuchten die französischen Gäste den Französischunterricht des 7F-Kurses. Besonders viel gelacht wurde beim typisch deutschen Kindergeburtstagsspiel Schokoladenessen. Außerdem wurden Zungenbrecher auf Französisch gelernt und Sprichwörter erraten, die als Emojis dargestellt waren. Die Rätsel mussten auf Deutsch, Französisch und Englisch gelöst werden.

Nach dem Mittagessen fanden verschiedene Workshops statt. Im Sportworkshop wurde gemeinsam trainiert. Im Fotoworkshop gab es eine geheime Mission. Zufällig gebildete deutsch französische Zweierteams erhielten jeweils eine Farbe und müssen während der gesamten Reise passende Motive fotografieren. Im Kochworkshop wurde das gemeinsame Abendessen vorbereitet. Die Catering Projektgruppe hatte bereits eine Bolognese sowie eine Linsen-Zucchini-Soße gekocht. Am Nachmittag entstanden zusätzlich „comme entrée“ Gurkensalat, Tomatensalat, Möhrensalat und Pizzaschnecken als Vorspeisen. Als Nachtisch „comme dessert“ wurden Brombeerfool und ein Erdbeer-Schaumkuss-Dessert zubereitet. Ein herzlicher Dank gilt hier Frau von Gimborn für die Unterstützung. 

Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen im Forum. Dank der kreativen Papier AG unter Leitung von Frau Joeken sorgten europäische Dekorationen und festlich gestaltete Tischdecken für eine besondere Atmosphäre. Anschließend wurden die Fahrräder und das Gepäck angeliefert. Damit war alles bereit für den großen Start.

 Wir wünschen allen Reisenden eine unvergessliche Tour und viele spannende Erlebnisse unterwegs. Bon voyage!

 Zwölf Jugendliche aus Kleve (Jahrgangsstufen 7 bis 9) radeln ab dem 8. Juni gemeinsam mit zwölf französischen Schülerinnen und Schülern von der deutsch-niederländischen Grenze bis nach Nordfrankreich, rund 600 Kilometer auf Straße und Schienen durch drei Länder! Das Projekt wird gefördert durch NRW-Landesmittel (Europa-Schecks) des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten (#europaschecks), Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sowie unserem Hauptsponsor Erasmus+ und ist damit ein konkretes Beispiel, wie europäische Partnerschaft im Alltag junger Menschen ankommt.

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